40. Challenge Wratislavia

Die Challenge Wratislavia entwickelt sich zunehmend zum weltweit größten und auch bedeutendsten Fechtturnier für die Jugend- und Schülerklassen. Bei der 40. Auflage des

Traditionsturniers traten im polnischen Breslau mehr als 2000 Teilnehmer aus 39 Nationen an, um sich international auf höchstem Niveau zu messen. Es waren wieder mehr Starter als in den Vorjahren. Alle bedeutsamen Fechtnationen waren mit ihren Besten Fechtern und Trainern vertreten und viele Länder fochten im Vorfeld eigene Qualifikationen zur Teilnahmeberechtigung aus.

Antonia vertrat im Damenflorett, unterstützt von Gennadii, als einzige Fechterin den Fecht-Club Grunewald. Ihre Klasse war mit 188 Starterinnen gut besetzt und es wurde parallel in 32 Vorrunden gefochten. In den Vorrunden wurde auf 4 Treffer in 2 Minuten gefochten und Antonia traf gleich auf Fechterinnen aus der Ukraine, der Türkei, Kroatien sowie Polen. Sie zeigte starke und konzentrierte Leistungen, wurde von Gennadii moderat, aber sehr wirkungsvoll eingestellt und begleitet. Sie setzte ihr Können sehr gut um und konnte alle Vorrundengefechte gewinnen. Auch der Index 2 war mit +13 gut (von 20 möglichen Treffern). Dennoch reichte es in der Setzliste zur Direktausscheidung ́“nur“ für einen 20. Platz.

Die Pause zwischen Vorrunde und der ersten Direktausscheidung war mit über drei Stunden Wartezeit leider sehr lang und Antonia traf auf die Russin Sofia Kamaldinova vom Fechtinternat St. Petersburg. In der Vorrunde musste diese sich zwei späteren top Platzierten beugen und die Russin hatte sich für die DA’s sichtlich viel vorgenommen. Die Direktausscheidung wird bei diesem Turnier auf 12 Treffer in 3 x 2 Minuten gefochten. Die ersten beiden Drittel agierte Antonia sehr stark, begegnete der druckvollen Russin ebenbürtig und hielt das Duell offen. Mit 4:3 ging es in des letzte Drittel. Das Trainer / Betreuerteam der russischen Sportschülerin wurde zusehends energischer, die Anfeuerungen motivierten die erfahrene Fechterin und sie schaffte es, ihre Taktik zu ändern und einige wichtige Treffer in Folge zu setzen. Dagegen konnte Antonia dann nichts zählbares mehr entgegensetzten. Sie unterlag am Ende mit 12:5 und wurde 65.

Die Phalanx der russischen Fechterinnen konnte bei diesem Turnier — über alle Wettbewerbe hinweg — keine Fechterin durchbrechen. Alle Klassen im Damenflorett wurden von russischen Sportschülerinnen aus Moskau oder St. Petersburg dominiert und gewonnen.

„Das war ein sehr anspruchsvolles internationales Turnier. Die starke russische Gegnerin kam für Antonia leider 2 Runden zu früh. Wir konnten aber wichtige Erkenntnisse für das Training gewinnen und werden nun die Verbesserungen aktiv angehen. Wenn wir das ordentlich umsetzen, dann bin ich optimistisch für die Deutschen Meisterschaften Ende Mai“, so das Fazit unseres Trainers.

Vielen Dank an unseren Trainer Genaddii, der das erste tolle Frühlingswochenende 350 km von Berlin entfernt in der Halle verbracht hat. Auch dem Organisationsteam des Fencing Club Wroclawianie gilt hoher Respekt. Ein Turnier dieser Größe und Bedeutung so gut zu organisieren bedeutet ein hohes Maß an Professionalität – das hat wirklich gut geklappt.

(FCG)