Babylon Cup 2016 (Fl/De; EFC U14
)

babylon-cup-titelbildAm 8. und 9. Oktober fand im tschechischen Liberec ein europäisches EFC U14 Turnier statt. Als einzige Starterin des Berliner Landesverbandes trat Antonia für den Fecht-Club Grunewald in beiden Waffengattungen an. Das Turnier wurde im europäischen cadet curcuit Modus straff und professionell in einem Hotelkomplex organisiert. Das Hotel Babylon bot daneben für die jungen Sportler noch unzählige Freizeitaktivitäten, die im Anschluss von den Sportlern gemeinsam intensiv genutzt wurden – noch einmal eine tolle Energieleistung des Fechtnachwuchses.

Bei ihrem ersten Europapokalturnier konnte sich Antonia gleich in der Vorrunde mit Fechterinnen aus England, Weißrussland und Tschechien messen – darunter auch die beiden späteren Finalistinnen, die direkt vom U17 circuit aus Budapest angereist kamen. Bereits vom ersten Duell an erfuhr Antonia, dass auf diesem Niveau erheblich dynamischer und kompromissloser gefochten wird. Gut eingestellt von Marina passte sie sich schnell und gut den Anforderungen an und konnte sich mit 3 Siegen und 3 Niederlagen im Mittelfeld positionieren. Die zweite Vorrunde verlief ebenfalls stabil und sie qualifizierte sich als 11. für die Setzliste zur Direktausscheidung. In dem europäischen Modus müssen in der DA auch die B-Schüler auf 15 Punkte fechten, was körperlich extrem fordernd ist. Antonia gewann ihr Gefecht gegen Kristina Bursiková mit 15:6 bereits im ersten Drittel. Im 8 ´er Tableau konnte sie dann in einem kräftezehrenden Duell gegen die ein Jahr ältere  Michala Illeková aus Tschechien leider nicht mehr zusetzen und sie unterlag mit 15:4. Ein toller 8. Platz und damit ein Platz auf dem Podium waren das gute Ergebnis.

Am Sonntag stand Degen an. Die beiden Vorrunden verliefen stabil, die Dynamik und Härte fühlten sich noch etwas intensiver an, da der Vortag (Fechten & Freizeit) noch in den Knochen steckte. Antonia lernte viel – auch aus den Gefechten der anderen Teilnehmerinnen. So feilschten die Trainer und Betreuer untereinander um minimale Materialvorteile, das TD wurde mehrmals eingebunden und auch auf der Planche sah Antonia staunend das eine oder andere Novum . Die Vorrunden beendete sie als 11. In der Direktausscheidung konnte sie sich mit 15:7 gegen Ema Svobodová durchsetzten. Die Kraft ließ nun aber leider spürbar nach und sie unterlag in der folgenden Direktausscheidung trotz starkem Beginn und fulminanten Schluss Marah Mende vom FC Leipzig mit 15:11. Antonia wurde am Ende 11. und  es war sehr knapp, aber so ist Fechten. Es war trotzdem ein erfolgreiches und lehrreiches europäisches Turnier für Antonia und sie zeigte sich nach den beiden Tagen (sehr) müde und (sehr) zufrieden mit ihren gezeigten Leistungen.

(BF)

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