Deutsche B-Jugend Meisterschaften im Florett

Einmal schnell über Himmelfahrt mehr als 700 km nach Baden-Baden fahren ist schon ein bisschen verrückt… aber es hat sich gelohnt:

Elisa im jüngeren und Antoniaim älteren Jahrgang hatten sich für die Teilnahme an den diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Damenflorett über die Landesrangliste qualifiziert. Begleitet wurden sie von unserem Trainer Gennadii und dem Präsidenten Marian Moldenhauer, der als Kampfrichter an beiden Tagen in den Hallen aktiv war.

Einzel am Samstag

Der ältere Jahrgang mit Antonia startete bereits um 8:00 Uhr morgens, Elisa durfte ein wenig länger schlafen, sie musste erst um 9:30 Uhr auf die Planche. Der Modus mit Vor- und Zwischenrunde sowie anschließender Direktausscheidung mit Hoffnungslauf ab dem 32‘er versprach einen langen Tag. Das Finale war auch für 18:00 Uhr angesetzt. Antonia kam ab dem dritten Gefecht sehr gut in das Turnier und zeigte überzeugende Leistungen. Leider wurde sie im letzten Duell der Zwischenrunde ernsthaft verletzt. Trotz Behandlung und Pause konnte sie an dem Tag nicht mehr ihre Leistungen zeigen und wurde am Ende 17. Fraglich war auch ihr Start in der Mannschaft am nächsten Tag.

Elisa focht eine starke Vor- sowie Zwischenrunde und ging als gute 8. in die Direktausscheidungen. Die Direktausscheidungen endeten allesamt knapp für und gegen Elisa. Am Ende wurde sie bei ihren ersten Titelkämpfen überzeugende 14. und beste Berlinerin!

Der Tag in den überfüllten und aufgeheizten Hallen war für Sportler, Trainer und Betreuer lang und kraftzehrend. Die namentlichen Meldungen für den Mannschaftswettbewerb am nächsten Tag mussten bis 17:00 Uhr getätigt werden. Nach langen Diskussionen und Überlegungen wurde Antonia doch gemeldet, als Ersatz für das Team Berlin I und Elisa als weitere Fechterin vom FCG ebenfalls in das Team nominiert. Somit starteten für das Team Berlin I Nelly Semper und Anne-Sophie Halbherr vom SC Berlin sowie Elisa und Antonia vom FC Grunewald. 

Antonias Verletzung wurde abends weiter untersucht und es war klar, dass sie geschont werden musste und wenn überhaupt, frühestens ab den Direktausscheidungen einsteigen würde. Die Vorrunde fochten die Berlinerinnen souverän. Elisa, als jüngerer Jahrgang, überzeugte nervenstark und trug maßgeblich zu der hervorragenden Ausgangsposition für die Direktausscheidungen bei. Nicht nur gewannen die Berlinerinnen alle Vorrundengefechte, auch der Index 2 war stark. Das erste DA Duell gegen Hamburg konnten die Berlinerinnen deutlich mit 45:22 gewinnen. Hessen stellte dann im 8´er Tableau ein erfahrenes Team. Bei stabiler Führung wurde nun Antonia moderat eingesetzt und Berlin gewann mit 45: 30. Im Halbfinale wartete mit Nordrhein eine Favoritenmannschaft. Berlin begann überlegen und schaffte es, die Anfangsführung über alle Gefechte zu verteidigen und kontinuierlich auszubauen. Am Ende gewannen die vier Mädchen mit  45:27. Kaum zu glauben – Finale!

Im Finale trafen die vier Berlinerinnen auf Baden-Nord mit der Deutschen Meisterin und weiteren Top Platzierten des Vortages. Es war ein hochdramatisches und ausgeglichenes Mannschaftsduell. Berlin hielt gut dagegen und war ständig dran, aber letztlich immer, nach einer anfänglichen Führungsphase in den ersten zwei Gefechten, knapp hinten. Der Mut im letzten Duell wurde dann leider nicht belohnt und die Damen aus Baden-Nord gewannen mit 45:38. Herzlichen Glückwunsch!

Silber, Deutscher Vizemeister – was für ein toller Saisonschluss! Herzlichen Glückwunsch Elisa und Antonia – und auch den Trainern. Genadii war eine unverzichtbare Größe an den beiden Tagen. Ruhig und erfahren coachte er unsere Florettspezialistinnen. Dass zwei Fechterinnen unseres Clubs erfolgreich um die Titel mitfechten, zeigt den Erfolg der guten und kontinuierlichen Jugendarbeit in den Trainingseinheiten in unserer Halle in der Prinzregentenstraße. Den Trainern und den ehrenamtlichen Unterstützern im Hintergrund ist gar nicht genug zu danken.

Vielen Dank den Organisatoren für die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften, den Trainern für die langen Tage in der Halle und auch unserem Präsidenten, der an beiden Tagen in der Rolle des Kampfrichter aufging. Jetzt ist der Saisonhöhepunkt vorbei und die Sportler können ganz entspannt in die Sommerpause gehen und sich mental und körperlich ein wenig erholen, das haben sie sich verdient.

(FCG)