DM Mannschafts-Bronze in Halle

Die Deutschen Meisterschaften stellen traditionell den Saisonhöhepunkt für die ambitionierten Fechter in Deutschland dar. Für den Fecht-Club Grunewald startete Antonia Finkenstaedt in

Halle/Saale in der B-Jugend / Florett. Am Samstag wurde sie zum Einzelwettbewerb von unserem jungen Trainer Frederic begleitet und am Sonntag zum Länderpokal von ihrem Heimtrainer Gennadii.

Im Einzelwettbewerb focht Antonia ein starkes Turnier, musste in der Vorrunde lediglich das erste Gefecht gegen Emma Palmert (TBB) mit 5:4 hergeben. Mit gutem Index ging es in die Zwischenrunde, die Antonia ohne Gefechtsverlust als Gesamterste beendete. Für die Direktausscheidung war sie als fünfte gesetzt und sie konnte sich im 32’er Tableau gegen Viviana Polotzek (FC Moers) mit 10:4 durchsetzten. Im 16’er traf sie auf Amelie Schlüter (Darmstädter FC) und konnte auch diese DA mit 10:4 für sich entscheiden. Im 8’er Tableau verlor Antonia mit 10:6 gegen Renee Oymann (FC Moers) und musste in den Hoffnungslauf. Hier wartete mit Luca Holland-Cunz (FC Mannheim), eine der Favoritinnen, die Antonia in der Vorrunde bereits besiegen konnte. Das Gefecht war furios und knapp.

Antonia unterlag äußerst knapp mit 10:9 und beendete ihre erste Deutsche Meisterschaft als starke 9. Herzlichen Glückwunsch an Antonia und vielen Dank an unseren Trainer Frederic, der Antonia top unterstützte und ein fachkundiger Ansprechpartner war.

Länderpokal am Sonntag – BRONZE !

Am Sonntag startete das Team Berlin mit Leonie Hartmann und Nelly Semper (beide SC Berlin) sowie Nina Reich (Berlin Süd-West) und Antonia Finkenstaedt. Betreut wurde das Team von Frank Ulbrich. Die Vorrunde verlief mit zwei Siegen und einer Niederlage solide. In der Direktausscheidung traf das junge Team direkt auf Bayern, die letztes Jahr bereits Silber gewannen und mit Anna Sophie Kothieringer die Deutsche Einzelmeisterin des Vorjahres sowie Titelverteidigerin bieten konnten. Spannung war vorprogrammiert und unser Team schaffte es mit einer taktisch klugen und ausgeglichenen Teamleistung mit 45:39 zu gewinnen. Danach folgte im 8’er Tableau die Direktausscheidung gegen Nordrhein 3, die zuvor Brandenburg geschlagen hatten. Unsere jungen Florettfechterinnen fanden immer mehr zusammen, unterstützten sich taktisch und technisch gegenseitig und konnten sich kontrolliert mit 45:38 durchsetzen.

Gegen die starke Stützpunktauswahl Baden-Nord 2 verloren unsere Mädchen dann deutlich mit 45:30 und zogen so in das kleine Finale ein. Der dritte Platz wird in Mannschaftswettbewerben ausgefochten und nur nicht Platz 4 war die Losung von Leonie, Nelly, Nina und Antonia.

Mit Westfalen kam ein erfahreneres und von der Papierform her stärkeres Team. Die Mädchen wuchsen über sich hinaus, die Führung wechselte ständig und die Spannung stieg mit jedem Treffer. Die Anstrengung und damit der Kraftaufwand nach den zwei langen Tagen in der warmen Halle war allen vier Berlinerinnen anzumerken. Der Arm wurde schwer und die Beine müde. Alle hatten wirklich alles gegeben und mit einer knappen 40:38 Führung ging Leonie Hartmann in das letzte Duell gegen die Bielefelderin Katkkay, Vizemeisterin des Vorjahres und dritte in diesem Jahr. Unmittelbar setzte die Westfälin zwei Treffer zum 40:40. Das Duell ging hochspannend weiter bis 43:42 für Westfalen. Leonie bekam eine Schlag, musste sich kurz erholen und setzte dann sensationell unter dem enormen Druck drei Treffer in Folge! Sieg und damit Bronze für Berlin. Was für eine Teamleistung – herzlichen Glückwunsch an Leonie, Nelly, Nina und Antonia!

Ein herzlicher Dank richtet sich an Gennaddii, der nicht nur Antonia bestens eingestellt und begleitet, sondern auch den gesamten Tag mit dem Team Berlin mitgefiebert hat. Er stand dem Team und Trainern immer zur Verfügung.

Beide Tage in Halle waren hervorragend organisiert und das Ambiente war einer DM angemessen. Die Temperaturen in der Halle waren trotz der Hitze leidlich auszuhalten und der Eiswagen vor der Halle wurde gerne genutzt.

Wahre Mammutaufgaben hatten die Kampfrichter zu lösen, die bei den Temperaturen einen sehr guten und fairen Wettkampf ermöglichten. Die Konzentration unter den Bedingungen über den gesamten Tag hoch zu halten ist schwer — danke dafür.

(FCG)